Compliance Officer

Das Thema Compliance wird im deutschen Mittelstand immer noch unterschätzt. Die häufige Annahme, dass Compliance Verstöße wie beispielsweise Betrug und Korruption im Unternehmen nicht vorkommen, macht Unternehmen besonders anfällig.

Die gesetzlichen Anforderungen an ein Compliance-System werden immer komplexer und unüberschaubarer. Haftungstatbestände können zu Reputationsverlusten und Schadensersatzforderungen führen. Ein Compliance-Management-System leistet hier einen entscheidenden Beitrag zur Prävention und Schadensbegrenzung. In den letzten Jahren hat der Bedarf an Compliance-Spezialisten sehr stark zugenommen. Der Compliance Officer nimmt im Unternehmen eine wichtige Schlüsselfunkton ein. Hier sind der rechtliche Rahmen, nationale und internationale Vorschriften sowie die zunehmende Komplexität der Compliance-Risiken im Blick zu halten:

Juristisches Wissen: Compliance Officer kennen die für Compliance relevanten Gesetze, Verordnungen, Normen und Branchenstandards. Hierzu gehören u.a. Wissen im Gesellschaftsrecht, sog. Corporate Governance, Strafrecht, Arbeitsrecht oder Kartellrecht aber auch Datenschutzbestimmungen und die rechtliche Einordnung von Verstößen.

Betriebswirtschaftliches Know-how: Die Kenntnis und das Verständnis der Unternehmensstrukturen, betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge und Kennzahlen ist notwendig, damit die Implementierung der Compliance-Mechanismen in bestehende Prozesse reibungslos gelingt und bedeutsame Themen, wie z.B. das Erkennen und der Umgang mit Compliance-Verstößen und mögliche Maßnahmen an den richtigen Stellen umgesetzt werden können.

Kommunikative Fähigkeiten: Um eine Compliance-Kultur im Unternehmen zu verwirklichen, ist es notwendig, nicht nur über Compliance-Inhalte zu informieren, sondern auch die Akzeptanz der Mitarbeiter zu erringen. So lässt sich eine Compliance-Kultur verwirklichen, die von allen Mitarbeitern getragen wird. Compliance muss daher von der Geschäftsleitung vorgelebt werden, um es im Unternehmen umfassend und nachhaltig zu implementieren.

Außerdem regelt der Compliance-Manager den im Unternehmen generierten Informationsfluss, wobei verschiedene Zuständigkeiten und Verschwiegenheitsbereiche beachtet werden müssen. Dabei fungiert der Compliance Beauftragte als Bindeglied zwischen der Geschäftsleitung und den Entscheidungsträgern einzelner Abteilungen. Der Compliance Beauftrage bzw. der externe Compliance Officer ist abteilungsübergreifend tätig. Er kümmert sich bezüglich der allgemeinen Risikominimierung und der rechtlichen Grundlagen um die Belange sämtlicher Abteilungen eines Unternehmens.

Compliance Officer bei CDV Consulting

Der Compliance Officer hat folgende innerbetriebliche Hauptaufgabengebiete: 

  • Kontrollfunktion: Überwachung der Einhaltung sowohl von gesetzlichen als auch von ethi-schen Richtlinien. 
  • Generieren des Informationsflusses: Erfassen und recherchieren von Informationen und Da-ten mit folgender Analyse der Daten und Informationen. 
  • Schulungsmaßnahmen bzw. Seminare des Personals zu fördern bzw. anzustoßen sind eines der Aufgaben des Compliance Officers. 
  • Der Compliance Officer ist Ansprechpartner und Informationsträger für Abteilungsleiter bzw. Führungskräfte eines Unternehmens. Wie schon ausgeführt, garantiert der Compliance-Manager bzw. der Compliance-Beauftragte noch nicht die Einhaltung der Pflichten in einem Unternehmen. Dafür sind die Aufgaben zu umfangreich. Ein internes Regelsystem, Kontrolle der Standards und Schulung von Mitarbeitern sind unerlässlich. Um Compliance im gesamten Unternehmen zu integrieren ist die Einführung eines Compliance Managementsystems not-wendig. 

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet.